Warum wir jetzt jede Adresse prüfen
Heute lade ich dich wieder ein zu einem Blick hinter die Kulissen von print2be. Es geht um etwas, das man als Kunde gar nicht direkt sieht, aber das einen Riesenunterschied macht, ob dein Bügelbild bei dir ankommt oder traurig wieder bei uns auf dem Tisch liegt: die Adressvalidierung. Klingt trocken, ist aber spannender als du denkst. Versprochen.
Was ich in den letzten Wochen so gesehen habe
Leute, ich kann dir gar nicht sagen, was bei uns für Adressen aufschlagen. Eine kleine Auswahl der Highlights:
- Eine E-Mail-Adresse im Feld "Ort". Liebes Postauto, fahr bitte mal nach hans.mustermann@web.de. 😅
- Zwei verschiedene Straßennamen mit Hausnummern in zwei Zeilen. Soll der Postbote würfeln?
- Der eigene Name als Straße.
- Die Hausnummer vor dem Straßennamen, also sowas wie "42 Hauptstraße".
Du glaubst gar nicht, was bei der Adresseingabe alles schiefgeht. Oft ist es einfach Eile, manchmal die Autovervollständigung vom Handy, die sich was Eigenes denkt. Niemand macht das absichtlich. Aber für uns bedeutet jede falsche Adresse: Druckdatei wird vorbereitet, Bügelbild wird gedruckt, eingetütet, frankiert, abgeschickt und dann kommt der Brief mit "Empfänger unbekannt" zurück. Das ist nicht nur ärgerlich für dich, es kostet uns auch jedes Mal 4,47 € extra. Bei der Marge auf einem Bügelbild ist das richtig spürbar.
Warum wir die fertigen Lösungen nicht einfach buchen
Jetzt wirst du dich vielleicht fragen: "Dirk, kauf dir doch einfach eine Adressprüfung. Gibt es doch von DHL, Google, was weiß ich." Stimmt. Gibt es alles. Aber leider mit Preisschild. DHL möchte Geld pro Abfrage, Google auch, alle wollen sie was. Bei einem Bügelbild für 6,99 € sind 0,15 € für eine einzige Adressprüfung schon richtig viel.
Und das ist ja noch nicht alles. Im Shopify-Universum kostet praktisch jede zusätzliche Funktion Geld. PayPal will seinen Anteil, Klarna auch, Shopify selbst, der neue Widerruf-Button per Gesetz braucht wieder eine App, jede einzelne Funktion ist eine extra Rechnung. Mal ein paar Cent pro Transaktion, mal ein monatlicher Fixbetrag, mal eine Umsatzbeteiligung. Hier 0,15 €, da 3 %. So ist die halbe Marge schnell weg. Und dann passiert eins von zwei Dingen: Wir legen drauf und das Geschäft macht keinen Sinn mehr, oder wir geben es an dich weiter, werden teurer und keiner bestellt mehr. Beides nicht das, was wir wollen.
Als kleines Start-up müssen wir bei genau diesen "Kleinigkeiten" wach bleiben. Sie machen am Ende den Unterschied, ob wir günstige, gute Bügelbilder anbieten können oder nicht.
Was wir vorher schon hatten
Ganz ohne Schutz waren wir natürlich auch vorher nicht. Ich hatte bereits eine Kontrolle der Hausnummer eingebaut. Wenn jemand also gar keine Hausnummer angegeben hat, schlug das System Alarm. Das hat schon einiges abgefangen. Aber wie gesagt, ich hab noch viel mehr Fehler gesehen und die wollte ich auch loswerden. Bevor sie uns Geld und dich Nerven kosten.
Die Frage war also: Wie prüfe ich Straße, Postleitzahl und Ort sauber, ohne pro Bestellung 15 Cent abzudrücken? Wenn du im Monat ein paar hundert Bestellungen hast, kommt da nämlich ein Betrag zusammen, der locker das Gehalt einer kleinen Aushilfe ausmacht.
Die Lösung: OpenPLZ
Nach ein paar Tagen Recherche bin ich auf die OpenPLZ-API gestoßen. Das ist eine offene Datenbank für deutsche Adressdaten. Postleitzahlen, Städte, Straßen. Frei nutzbar, ordentlich gepflegt, ohne Gebührenuhr im Hintergrund. Genau das, wonach ich gesucht habe.
Ich habe also eine Anbindung an OpenPLZ gebaut und damit prüfen wir jetzt drei Dinge gleichzeitig:
- Die Postleitzahl: Gibt es die überhaupt?
- Die Stadt: Passt sie zur Postleitzahl?
- Der Straßenname: Existiert die Straße in dieser Stadt?
Nur wenn alle drei sauber zusammenpassen, geht die Bestellung in Produktion. Stimmt etwas nicht, bekomme ich das im System direkt angezeigt und kann die Adresse korrigieren oder bei dir nachhaken, bevor wir drucken. So vermeiden wir, dass dein Bügelbild auf die Reise geht und dann unzustellbar zurückkommt.
Warum ich das überhaupt erzähle
Ich finde, du sollst wissen, wie wir hier bei print2be ticken. Wir bauen unsere Werkzeuge möglichst selbst. Das Klick & Bügel-Studio, die Verarbeitung der Druckdateien und jetzt eben auch die Adressvalidierung. Das hat einen ganz simplen Grund: So bleiben wir flexibel, können schnell reagieren, wenn was nicht passt, und müssen unsere Margen nicht an immer mehr Drittanbieter abgeben.
Und ehrlich gesagt macht mir das auch Spaß. Wenn ich morgens sehe, dass über Nacht wieder ein paar krumme Adressen aussortiert wurden, freue ich mich. Jede einzelne ist ein Brief, der nicht zurückkommt, eine Bestellung, die schneller bei dir landet, ein Stückchen Marge, das wir behalten und in besseren Service investieren können. Win-win in alle Richtungen.
Was du davon hast
Konkret heißt das für dich: Wenn du bei uns bestellst, läuft im Hintergrund still und leise eine Prüfung. Du merkst davon im Idealfall gar nichts. Dein Bügelbild kommt einfach an, schneller und zuverlässiger als vorher.
Sollte deine Adresse tatsächlich einen Tippfehler haben, dann melde ich mich kurz bei dir und wir biegen das gerade. Kein Rückläufer, keine bösen Überraschungen, keine doppelte Versandzeit. Und für uns als kleines Team eine Sorge weniger, was am Ende auch dir hilft. Denn jeder Euro, den wir nicht für Retouren ausgeben müssen, fließt direkt in noch bessere Bügelbilder und neue Features im Studio.
Lust, das Ganze live in Aktion zu sehen? Schau einfach mal bei uns im Shop vorbei oder gestalte dir direkt ein eigenes Bügelbild. Die Adresse prüft mein System dann automatisch für dich mit.